Verzinkung

Die Verzinkung (Zink-Thermodiffusion)

Die Zink-Thermodiffusion ist die modernste Technik zur Teileverzinkung. Sie bildet eine neue Qualität, wesentlich besser als jegliche bisher bekannte Verzinkungsmethoden. Die Verzinkung erfolgt in geschlossenen Kammern, in denen der Prozess der Thermodiffusion von Zink in die metallischen Strukturen von Eisen verläuft.

Durch die Applikation in der Gasphase werden- anders als im Tauchverfahren der Feuerverzinkung oder der Lamelle – auch in Hohlräumen gleichbleibende Schichten erreicht. Hierbei werden schon im Bereich um die 20 µm hochfeste Zinkschichten erreicht, die in althergebrachten Verfahren erst mit mehr als 50 µm gewonnen werden können. Vorteile in den präzisen Maßen und dem stark reduzierten Setzverhalten durch die Alterung der Teile wurden weitestgehend umgesetzt.

Zu den Vorteilen der Zink-Thermodiffusion gehören:

  • starke Adhäsionsverbindung der Schicht – ohne Abblättern und Brüche
  • hohe Qualität des Überzuges -Zeit der Korrosionsfestigkeit ist etwa zweimal länger als bei der Feuerverzinkung
  • sehr hohe Verschleißfestigkeit
  • einheitliche Dicke der erzielten Schicht
  • glatter Überzug, der die Zinkhautbildung sowie Rauheit eliminiert
  • perfekt als Unterschicht vor dem Lackieren und der Vulkanisation
  • variierbare Dicke der verzinkten Schicht von 15 µm bis zu 120 µm
  • eine verhältnismäßig niedrige Prozesstemperatur – Behandlungsmöglichkeit von Sonderteilen wie Federn ohne Verlust der mechanischen Eigenschaften und Festigkeit der Stahllegierung
  • umweltfreundlicher Prozess, ohne Chromatieren
  • Ein sehr guter Schutz von Gewindeelementen
  • Keine Wasserstoffversprödung der Bauteile

In Kombination mit der KTL Beschichtung oder mit den sonstigen Nass- oder Pulverlacken lässt sich so eine hoch korrosionsfeste Oberfläche in jeder Farbe als Duplex System herstellen.

Unter Duplex-Systemen versteht man gemäß EN ISO 12944-5 ein „Korrosionsschutz-System, das aus einer Verzinkung in Kombination mit einer oder mehreren nachfolgenden Beschichtungen besteht.“ Verzinkung und Beschichtung ergänzen sich. Die Verzinkung wird durch die darüber liegende Beschichtung vor atmosphärischen und chemischen Einflüssen geschützt. Hierdurch wird die Lebensdauer der Verzinkung erhöht. Umgekehrt haben Beschädigungen an Beschichtungen keine nachteiligen Auswirkungen zur Folge, da die Verzinkung aufgrund ihrer hohen Widerstandsfähigkeit und Abriebfestigkeit hohen Belastungen standhält. Hierdurch können bei Beschichtungen typische Unterrostungen nicht entstehen. Durch diesen sogenannten Synergismus-Effekt zwischen der Verzinkung und der Beschichtung ist die Gesamtschutzdauer eines Duplex-Systems zwischen 1,2 bis 2,5-mal länger als die Summe aus der jeweiligen Einzelschutzdauer von Verzinkung und Beschichtung.

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